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Kleintierpraxis
Pauline Gunther und Barbara Born

Elbstraße 13
25541 Brunsbüttel

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Der alternde Hund

Wie beim Menschen auch, haben Fortschritte im Gesundheitsbereich, in der Ernährung und der Medizin das durchschnittliche Lebensalter von Hunden in den letzten Jahren deutlich steigen lassen. 30 % aller Hunde sind älter als 8 Jahre. Zusätzlich hängt die Lebenserwartung entscheidend mit von Größe, Gewicht und Rasse ab. Kleine Hunde haben eine wesentlich höhere Lebenserwartung als große Hunde.

Für viele Hundehalter gilt die alte Faustformel: Sieben Hundejahre entsprechen einem Menschenjahr. Leider ist das nicht so einfach. Ein Hund mit einem Menschenjahr entspricht mitnichten einem siebenjährigen Kind sondern wird schon geschlechtsreif sein. Wie alt ein Hund wirklich ist, können Sie an folgender Tabelle ersehen:

Riesenrassen 8 14 22 31 40 49 67 94 - - - - -
Mittlere Rassen 10 18 27 33 39 45 57 75 85 95 - - -
Kleine Rassen 15 20 28 32 36 40 48 60 68 76 84 92 100
Menschenjahre 0,5 1 2 3 4 5 7 10 12 14 16 18 20
Quelle: Intervet 2002

Hunde und Katzen werden oft als „Familienmitglieder“ betrachtet und leben daher in enger Beziehung zu ihren Besitzern. Wenn ein Hund älter wird, können vielfältige Veränderungen eintreten. Manche Hunde mögen sich nicht mehr bewegen, andere werden inkontinent, verändern ihr Freßverhalten, Haut und Fell können schlechter werden, Gehör und Sehkraft lassen nach, es kommt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder der Hund wird ein wenig orientierungslos, vergleichbar mit einer Demenzerkrankung des Menschen.

Natürlich kann auch der beste Tierarzt aus einem alten Hund keinen jungen Hüpfer mehr machen. Aber er kann Ihnen die beste Ernährung für Ihren Hund empfehlen, spezifische Alterskrankheiten behandeln oder Medikamente geben, die den Alterungsprozeß durch eine verbesserte Durchblutung verlangsamen.

Was Sie für Ihren alten Hund tun können:

- Füttern Sie ein altersgerechtes, hochwertiges Futter! Seniorenfutter sollte leicht verdaulich sein, einen geringen Kalorien- und Fettanteil haben und von seinen Vitaminen und Mineralstoffen auf die Bedürfnisse alter Hunde ausgerichtet sein.
- Bewegen Sie ihren alten Hund noch so viel, wie er mag (wer rastet, der rostet!)!
- Stellen Sie Ihren alten Hund bei gesundheitlichen Beschwerden Ihrem Tierarzt vor. Die meisten Krankheiten können zumindestens gelindert werden!
- Stellen Sie sicher, daß Ihr altes Tier kein Übergewicht hat. Übergewicht trägt oft eine Mitschuld für Herzkrankheiten, Arthrosen und Diabetes!
- Lassen Sie auch und gerade ein altes Tier regelmäßig impfen. Das Immunsystem von älteren Tieren ist nicht mehr so widerstandsfähig und eine Krankheit kann Ihren Senior leichter umwerfen.
- Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Tierarzt ein Mittel zur allgemeinen Verbesserung der Durchblutung verschreiben. Auch bei Desorientierung kann man medikamentös helfen.

Genießen Sie einfach die gemeinsame Zeit mit Ihrem Hunde-Freund!