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Kleintierpraxis
Pauline Gunther und Barbara Born

Elbstraße 13
25541 Brunsbüttel

Tel. 04852 / 982 595
info@kleintiergesundheit.de

Unsere Öffnungszeiten

Liebe Kunden,

wir bitten Sie, für Untersuchungen telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 09.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr einen Termin mit uns zu vereinbaren!
Bei allgemeinen Fragen können Sie uns auch gerne eine Mail an info@kleintiergesundheit.de senden.

 

Flöhe:

Flöhe sind kleine, braune, 1-8 mm lange flügellose Insekten. Der Hunde- und der Katzenfloh gehören der Gattung Ctenocephalides an. Recht häufig werden auf Hunden aber auch Menschen- und Igelflöhe angetroffen.

Ein Flohweibchen kann mehrere Hundert Eier legen. Sie werden nicht auf dem Tier selber sondern in seiner Umgebung, d.h. dem Hundekorb, Fußbodenritzen, Teppichboden, Polstermöbeln etc. abgelegt, wo sich die Larve von Flohkot und anderen organischen Abfällen (Haarschuppen o.ä.) ernährt. Nach der Verpuppung springt der nun erwachsene Floh wieder auf das Tier auf. Die kürzeste Zeitspanne für so einen Entwicklungszyklus beträgt beim Katzenfloh 11 und beim Hundefloh 18 Tage. Je nach Umweltbedingungen kann aber auch eine Entwicklungsruhe von einigen Monaten eintreten.

Der erwachsene Floh ernährt sich ausschließlich von Blut, das er von seinem Wirtstier saugt. Der Stich verursacht eine leichte Hautrötung und Juckreiz, ähnlich dem Mückenstich. Ein Massenbefall mit Flöhen führt zu Ekzemen, Abmagerung und Blutarmut. Bei einer Flohstichallergie löst bereits ein einzelner Stich schwere Hautschäden aus.

Fragen Sie Ihren Tierarzt, welches Präparat er Ihnen zur Flohbekämpfung und auch zur Flohprophylaxe empfiehlt. Es gibt Ampullen, deren Wirkstoff, einmal aufgetragen, drei Monate lang alle Flöhe beim Eintritt ins Fell abtöten, es gibt Ampullen, die den Floh beim ersten Stich durch Gift im Blut töten, es gibt Tabletten bzw. eine Suspension, die zwar nicht den Floh, wohl aber die Fruchtbarkeit des Flohs unterbinden, ect. Frei verkäufliche Präparate (Flohhalsbänder, Flohshampoos, sogenannte "natürliche" Mittel) sind mit großer Vorsicht zu genießen. Einige dieser Produkte sind hoch aggressiv, andere sind absolut wirkungslos. Bei massenhaftem Befall wird man auch um eine Umgebungsbehandlung nicht herum kommen. Fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat.

Zecken:

In unseren Breiten ist der Holzbock die am meisten vorkommende Zeckenart. Seine höchste Aktivität hat er in den Monaten April bis Juni und September/Oktober. Die Zecke lebt bevorzugt im Unterholz von Waldungen, wird aber auch im gewöhnlichen "Gebüsch" in Ortschaften angetroffen.

Die Entwicklung verläuft in 4 Stufen über 2 - 3 Jahre, wobei jedes Stadium nur einmal für ca. 1-2 Wochen Blut saugt. Der Zeckenbiß selber bewirkt lediglich ein leichtes Anschwellen der Einstichstelle. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Gefahr durch Krankheiten, die die Zecke übertragen kann. Hier ist in erster Linie die Borreliose zu nennen. Borreliose ist eine fieberhafte Allgemeinerkrankung, die u.a. Fieberschübe, Lahmheiten, Teilnahmslosigkeit hervorruft. Gegen Borreliose kann und sollte man Hunde impfen, die durch ihre häufige Anwesenheit im Wald einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Die infektiöse Hirnhautentzündung wird ebenfalls durch Zecken übertragen, allerdings ist diese Krankheit z.Zt. noch auf bestimmte Bezirke (Bayrischer Wald, bestimmte Gebiete österreichs) beschränkt. Impfen kann man nur den Menschen, nicht aber Hund oder Katze.

Sollte Ihr Hund oder Ihre Katze eine Zecke nach Hause bringen, nehmen Sie diese so schnell als möglich ab, da die Infektionserreger sich im Speichel befindet, der erst nach einer gewissen Zeit von der Zecke in das Wirtsgewebe abgegeben wird.

Eine Zecke kann recht einfach mit einer Zeckenzange heraus gedreht werden. Dabei umschließen die Zangenbacken den Zeckenkopf. Dann wird so lange in eine Richtung (welche ist egal) gedreht, bis die Zecke losläßt. Es gibt andere Zeckeninstrumente, die die Zecke nur aus der Haut hebeln. Manche Menschen drehen die Zecken auch mit den Fingerspitzen hinaus. Wichtig ist in jedem Fall, die Zecke nicht vorher zu betäuben (Öl, Alkohol etc.). Diese Vorgehensweise ist veraltet, da die Zecke bei Bewußtlosigkeit einen Schwall Speichel an das umliegende Wirtsgewebe abgibt und damit im schlimmsten Falle Infektionen verbreitet.

Ihr Tierarzt hält aber sicher eine Reihe von Medikamenten bereit, die die Zecke abhalten (in Form von Halsbändern oder Ampullen, die auf die Haut aufgetragen werden). Manche Menschen schwören darauf, ihrem Tier in der Zeckensaison Knoblauch zu geben. Wissenschaftlich bewiesen werden, konnte die Knoblauchwirkung nicht, aber es hält dann zumindestens die Vampire ab...